Vom 1.-3. Juni findet in Simmersfeld das Action, Mond und Sterne Festival mit zahlreichen Workshops, Lesungen, Konzerten, Vokü und Infoständen statt.
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★ Offenes Treffen: 2. Di. /Monat, 19:00, Viktoriastr. 12(A)-Netzwerk
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2.So./Monat, 18.00 Uhr, Querfunk 104,8 MHz o. www.querfunk.de. (Wh: 2.Mo./M.: 6 u 12Uhr und 4./5.Mi./M. 5.30 Uhr)Querfunk KA
Karlsruher linker Kalender
No Boarder Camp
2. Libertäre Medienmesse
Zelle BLEIBT!!
M31-European Actionday
Vom 1.-3. Juni findet in Simmersfeld das Action, Mond und Sterne Festival mit zahlreichen Workshops, Lesungen, Konzerten, Vokü und Infoständen statt.
Am Donnerstag, dem 24. Mai findet die vegane Vokü wieder mit der Libertären Gruppe Karlsruhe in der Viktoriastrasse 12 (Hinterhaus) in Karlsruhe ab 19 Uhr statt. Wir freuen uns darauf, euch zu sehen!
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Inmitten des Schillerviertel gelegen, kommen seit fast 30 Jahren Menschen im Demokratischen Zentrum in Ludwigsburg zusammen, um sich dort auszutauschen, zu feiern, zu organisieren und sich jenseits parteipolitischer Programme ins gesellschaftliche Gemenge zu werfen, mal laut, mal leise, immer aber selbstorganisiert, selbstverwaltet und selbstbestimmt.
Am 5. Februar 1980 wurde das Demokratische Zentrum e.V. gegründet. Die sozialen Bewegungen der 70er/ 80er, Folgen der Revolte von 68, besonders die Anti-AKW-Gruppen, standen Patin bei der Vereinsgründung. Ohne Friedensbewegung, ohne Frauenbewegung, ohne Häuserbewegung, ohne Ökobewegung, ohne Internationalismusbewegung und ohne die Antifabewegung gäbe es das DemoZ heute nicht.
Durch Ärger mit einem Nachbarn und dadurch mit der Stadtverwaltung müssen nun bauliche Änderungen vorgenommen werden, welche tausende Euro verschlingen, zudem läuft der Betrieb seit Monaten nur eingeschränkt. Trinkt daher leckere Cocktails, hört guten Punkrock und spendet all euer Geld zugunsten des DemoZ!
Beginn: Freitag, 18.5.12 um 19:30 Uhr, Viktoriastr. 12 (Hinterhaus)
M31-Kordination kritisiert mediale Stimmungsmache und kündigt Klage gegen Polizeikessel an
Anlässlich der von Frankfurter Polizei für das nächste Wochenende ausgesprochenen Stadtverbote für fast 500 Menschen, deren Personalien im Zuge der antikapitalistischen Demonstration am 31. März aufgenommen wurden, sowie der Internet-Fahndung nach „mutmaßliche ZeugInnen“ der militanten Aktionen an diesem Tag, hat die Sprecherin des lokalen M31-Bündnisses, Leonie Steinberg, scharfe Kritik am Vorgehen der Polizei geäußert.
Gegen die stundenlange Einkesselung von hunderten DemonstrantInnen kündigte die Sprecherin des antikapitalistischen Bündnisses zudem eine Klage vor dem Verwaltungsgericht an. Steinberg erklärte dazu: „Die Frankfurter Polizei hat in ihrem Kriminalisierungseifer gegenüber linken Demos nun offenbar endgültig jedes Maß verloren. Die Unschuldsvermutung wird außer Kraft gesetzt und die Opfer eines rechtswidrigen Polizeikessels, darunter unbeteiligte Passantinnen und BewohnerInnen Frankfurts, werden für ein ganzes langes Wochenende mit einem faktischen Stadtverbot belegt. Zeitgleich veröffentlicht die Polizei sogar auf Facebook einfach Fotos von DemoteilnehmerInnen und Passanten und hofft auf willige Denunzianten. Dieses völlig unverhältnismäßige Vorgehen reiht sich nahtlos in die Einsatzstrategie vom 31.März und die nachfolgende, systematische Irreführung der Öffentlichkeit ein“. Bezüglich des Kessels erklärte die Sprecherin, dass die Polizei am 31. März wahllos Demonstration-TeilnehmerInnen eingekesselt und sie teilweise über 9 Stunden auf offener Straße in der Kälte stehen lassen habe. „Das war eindeutig rechtswidrig. Um die Mindestbedingungen bürgerlicher Rechtsstaatlichkeit durchzusetzen und der Repression entgegen zu treten, werden wir gegen die Einkesselung Klage vor dem Verwaltungsgericht einreichen“, so Steinberg weiter.
Leider sei die Eskalationsstrategie der Polizei bisher von einem Großteil der Medien unterstützt worden – unter anderem in dem die falschen oder grob verzehrten Darstellungen der Polizei weitgehend unhinterfragt übernommen wurde. Zu dieser „medialen Stimmungsmache“ erklärte Steinberg: „Egal wie man zur Militanz im Einzelnen steht, lässt sich doch insgesamt festhalten: Entgegen der medialen Darstellung der Ereignisse waren die militanten Aktionen am 31. März nicht wahllos, sondern haben sich zum aller größten Teil gegen Orte und Symbole der autoritären Krisenverwaltung gerichtet. Zudem ist ein Großteil der Sachschäden erst nach der brutalen und rechtswidrigen Einkesselung hunderter DemonstrantInnen durch die Polizei entstanden“. Auch bezüglich der Attacke auf einen Verbindungsbeamten am Rande der Demonstration widersprach Steinberg der offiziellen Darstellung: „Wie wir inzwischen wissen ist die Darstellung der Schwere der Verletzungen des Beamten gelogen. Er war nie in Lebensgefahr, sondern nur aufgrund einer ‚unbekannten Flüssigkeit‘ und zur Beobachtung überhaupt auf der Intensivstation, die er danach direkt wieder verlassen konnte. Außerdem wurde seine Erstversorgung von Demosanitätern durchgeführt. All das weiß die Polizei – und die Presse hätte es heraus finden können, wenn sie denn richtig recherchiert hätte.“ Offensichtlich gehe es jedoch um die Diffamierung antikapitalistischer Proteste. Die M31-Koordination ruft daher dazu auf, die „Kriminalisierungsstrategie der Polizei“ ins Leere laufen zu lassen, die Zusammenarbeit zu verweigern und gegen die Stadtverbote sofort rechtlich vorzugehen. Dass ihre Darstellung der Ereignisse solange auf sich hat warten lassen, erklärte die Sprecherin mit der Dauer basisdemokratischer Abstimmungsverfahren.
Zur politischen Einschätzung der Militanz am 31. März sagte Steinberg: „Ziel unserer Demonstration war die Stilllegung der Baustelle um ein Zeichen gegen die deutsche Verelendungspolitik zu setzen – und nicht die Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es grenzt aber an politischen Autismus und offenbart eine obrigkeitsstaatliche Vorstellung sozialer Konflikte, wenn so getan wird, als würde die Wut auf die kapitalistischen Zustände, die sich am 31. März auch gezeigt hat, einfach vom Himmel fallen. Dass nach Jahren so friedlicher wie erfolgloser Proteste gegen die autoritäre Krisenpolitik und den regelmäßige Erfahrungen brutaler Polizeigewalt auf Demonstrationen die Gewalt ausnahmsweise mal nicht nur von der Polizei ausgegangen ist, kann doch niemanden ernsthaft überraschen. Wer wirklich eine Deeskalation möchte, der sollte aufhören über die Interessen von Menschen einfach hinweg zu gehen und vor allem endlich den Versuch einstellen, soziale Konflikte mit Polizeigewalt zu lösen. Das führt nur zu einer weiteren Eskalation – denn der Widerstand gegen die autoritäre Krisenpolitik in Europa kann und wird schon aus Gründen der Verteidigung elementarer Lebensgrundlagen nicht klein beigeben. Das wird sich auch in den nächsten Tagen bei den Protesten von Blockupy Frankfurt zeigen“.
Abschließend wies Steinberg darauf hin, dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft im Windschatten der Debatte über die Demonstration am 31. März die Ermittlungen gegen zwei gewalttätige Neonazis der „Nationalen Sozialisten Rhein-Main“ wegen Bedrohung und Körperverletzung zum Nachteil linker AktivistInnen „sang und klanglos“ eingestellt habe. Das zeige einmal mehr die „absurde Prioritätensetzung staatlicher Behörden in Frankfurt“. Bemerkenswert sei dabei, dass sich diese „skandalösen Zustände“ in der Schwarz-Grün regierten Stadt insgesamt immer noch auf die grundsätzliche Unterstützung der „selbsternannten Bürgerrechtspartei“ Die Grünen verlassen könnten. Daher gelte: „Sollte es am kommenden Woche erneut zu massiven Grundrechtsverletzungen kommen, tragen nicht zuletzt die Grünen dafür die politische Verantwortung“.
(Quelle:linksunten.indymedia)
Vom 16.-19. Mai finden europäische Aktionstage in Frankfurt/Main statt. Die Protestaktionen richten sich vor allem gegen die Krisenpolitik der EU, die fortschreitende Verarmung und Entrechtung von Millionen Menschen sowie die schrittweise Aufhebung der parlamentarischen Demokratie einzelner Staaten zugunsten autoritärer Beschlüsse der Troika (aus Europäischer Zentralbank, EU und Internationalem Währungsfonds).
Beteiligt ist ein breites Bündnis an Organisationen und Zusammenhängen. Vertreten sind u.a. Occupy, Gewerkschaften und Linkspartei über Friedens-, Umwelt, Krisen- und antirassistischen Bewegungen bis hin zu antifaschistischen und linksradikalen Gruppen. Dementsprechend vielfältig und unterschiedlich sind die Forderungen: Sie reichen von Reformen innerhalb des bestehenden Systems (Bankenregulierung, Vermögenssteuern, Mindestlöhne etc.) bis hin zur Abschaffung von Staat und Kapitalismus als Ganzes.
Gerade durch die reformistischen Positionen vieler Gruppen des Blockupy-Bündnisses ist es wichtig, dass radikal emanzipatorische & libertäre Positionen in größere Teile der Gesellschaft getragen werden. Die aktuell vermehrt nach außen tretende Unzufriedenheit vieler Menschen hat dazu neue Spielräume eröffnet. Hier soll eine emanzipatorische und antikapitalistische Kritik unsererseits greifen, um Menschen dafür zu sensibilisieren.
Die bloße Restauration des Kapitalismus kann keine Option sein. Solange wir den Kapitalismus existieren lassen, werden wir weiterhin die Beherrschten sein, die ihre materiellen Bedürfnisse verfehlen. Beherrscht durch den kontinuierlichen Konkurrenzkampf aller gegen alle bekämpfen wir uns stattdessen selbst durch die geschaffenen Kategorien wie Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus u.a..
Die dem Kapitalismus innewohnende Forderung nach Wachstum sorgt jeden Tag für die Bedrohung und Zerstörung von Mensch und Natur. Themen wie Ökologie, Migration, und Krieg als vom kapitalistischen Staat getrennt zu betrachten und behandeln wird immer an dessen Grenze stoßen und damit das Ziel verfehlen. Eine Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen kann nur durch das Beenden der Herrschaft von Staat und Kapitalismus über uns erreicht werden!
Wir als liberäre Gruppe Karlsruhe rufen zur Beteiligung an den Aktionstagen im Mai auf.
Beteiligt euch an den Protestaktionen in Frankfurt!
Lasst uns den antikapitalistischen Widerstand verbreitern!
Von Karlsruhe werden mehrere Fahrmöglichkeiten nach Frankfurt angeboten:
Anmeldungen und Kontakt: blockupy-karlsruhe(at)riseup.net
“…Einen durchaus bemerkenswerten Aufschwung hatten anarchistische Gruppen zu
verzeichnen. Schon Ende August 2010 gründete sich das “Anarchistische Netzwerk
Südwest” als ein Zusammenschluss von “libertären bzw. anarchistischen
Gruppen und Einzelpersonen” aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-
Württemberg sowie aus Ostfrankreich und der Ostschweiz. Aus Baden-Württemberg
gehören diesem Netzwerk anarchistische Gruppen aus Freiburg, Mannheim, der Ortenau,
Karlsruhe, Ludwigsburg und Stuttgart an. Einzelne Gruppen wie das “Libertäre
Bündnis Ludwigsburg” gehören zugleich einem “Forum deutschsprachiger AnarchistInnen” (FdA/IFA) an.”
Quelle: Der heute erschienene Verfassungsschutzbericht 2011
Wie auch im letzten Jahr wird es wieder die Umsonstflohmärkte auf dem Werderplatz geben: Alles für alle und zwar umsonst. Hier können gebrauchte Dinge umsonst mitgenommen und nicht mehr benötigte, aber gebrauchsfähige Sachen vorbeigebracht werden.
Die voraussichtlichen Termine sind die jeweils letzten Sonntage im Mai, Juli, September und November von 12 Uhr bis 17 Uhr auf dem Werderplatz in der Karlsruher Südstadt.
Genauere Infos unter umsonstflohmarkt-ka@riseup.net und auf der Homepage.
Die Stadtverwaltung Reutlingen will selbstverwaltete Jugend- und Kulturarbeit in Reutlingen unmöglich machen. Über verschiedene Wege versucht die Stadtverwaltung das seit 40 Jahren selbst verwaltete Zentrum Zelle anzugreifen. An diesem Tag werden Aktivist_innen der Zelle über die Aktuelle Situation und die geplante Freiraumdemo am 26.5.2012 (um 15 Uhr am Hbf) berichten.
Beginn: 19:30 Uhr, Viktoriastr. 12 (Hinterhaus)
Infos: http://kulturschock-zelle.de/zelle/ und http://kulturschock-zelle.de/demo
Die 38-Seitige Mai-Ausgabe der 改道 Gǎi Dào bietet wieder so einiges. Neben dem Beginn einer Interviewserie zu Kurdistan findet ihr im “Weltweit”-Teil auch noch etwas zum Thema Anarchismus in der Dominikanischen Republik, den Beginn des Countdowns zum anarchistischen Treffen in St. Imier und einige Impressionen zum M31-Aktionstag in Spanien. Gleich zwei Beiträge beschäftigen sich mit dem M31 in Frankfurt am Main und laden zur regen Diskussion ein. Im “Geschichts”-Teil findet ihr einen Beitrag zu den Wurzeln des 1. Mai und ein Artikel zu Kronstadt hat das Potential den einen oder anderen Linken Mythos ins wanken zu bringen. Außerdem noch ein Interview mit den MacherInnen der 2. Libertären Medienmesse und vieles anderes mehr. Hier der Link zum PDF der Ausgabe.
Diesmal, am Tag der Befreiung der Welt von Nazi-Deutschland (8. Mai 1945), eine Filmvorführung zur Thematik:

zur Veranstaltung „Zuflucht statt Abschiebungen aus Freiburg“
Do. 26. April 2012, 20.00 Uhr im Theater Freiburg, Kleines Haus
Eine Veranstaltung des Freiburger Forums aktiv gegen Ausgrenzung
unterstützt durch zahlreiche Solidaritätserklärungen
Seit April 2012 sind wieder Abschiebungen nach Serbien und in den Kosovo aus Baden-Württemberg möglich. Ankündigungen von Abschiebungen erhielten bereits einige Roma aus Serbien. Am 28. März hat der Petitionsausschuss nach einer Reise in den Kosovo seine Empfehlung an die Landesregierung abgegeben, statt eines generellen Abschiebestopps Einzelfallprüfungen vorzunehmen. Daraus folgt ein Erlass des Innenministeriums und eine angekündigte Checkliste. Noch liegt nichts vor. In dem Erlass, der nach ersten Informationen nur intern an die Behörden weitergegeben werden soll, werden die Kriterien festgelegt, wer in den Kosovo abgeschoben wird und wer nicht. Etwa 900 Personen sind Baden-Württemberg-weit betroffen, ein Großteil davon lebt in Freiburg. Da regt sich weiterhin der Protest.
Am 26. April wird im Theater Freiburg eine Veranstaltung des Freiburger Forums aktiv gegen Ausgrenzung stattfinden. Neben dem Pädagogen Andreas Foitzik und der Pädagogin Selcuk Yurtsever-Kneer, die den Aufruf „PädagogInnen gegen Abschiebungen“ initiiert haben, wird die Rechtsanwältin Brigitte Kiechle aus Karlsruhe zur Praxis und über den rechtlichen Stand informieren. Das Freiburger Forum wird über die Aktivitäten und den weiteren Protest in Freiburg berichten. Stellungnahmen wird es von Freiburger Gruppen geben. Die Abschiebungen will man nicht hinnehmen; zum zivilen Ungehorsam wird aufgerufen.
In einzelnen Erklärungen solidarisieren sich mit der Freiburger Veranstaltung, nach Anfragen, die beiden Musiker Konstantin Wecker und Hans Söllner, der Konfliktforscher Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, der Schriftsteller Navid Kermani, die Kabarettisten Volker Pispers und Frank-Markus Barwasser (Erwin Pelzig). Ebenfalls unterstützt Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates der Sinti und Roma, der am 19. April erstmals an Gedenkfeierlichkeiten zum Holocaust-Gedenktag in Israel teilnahm, die Veranstaltung. Zoni Weisz, ein Überlebender der Verfolgung des Naziregimes aus Uden (Niederlande), erklärte ebenfalls seine Solidarität. Zoni Weisz erinnerte am 27. Januar 2011 im Bundestag an die Verfolgung und die Ermordung der Sinti und Roma. Was er in seiner Rede anmahnte, hat nichts von seiner Aktualität verloren: „Eine halbe Million Sinti und Roma, Männer, Frauen und Kinder wurden im Holocaust ausgerottet. Nichts oder fast nichts hat die Gesellschaft daraus gelernt, sonst würden sie heute verantwortungsvoller mit uns umgehen.“
Mit freundlichen Grüßen
Walter Schlecht
Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung
Adlerstr.12
79098 Freiburg
Tel. 0151 – 282 112 52
freiburger.forum@aktionbleiberecht.de
www.aktionbleiberecht.de > Freiburger Forum

Wir als Gruppen des Anarchistischen Netzwerkes Südwest* solidarisieren uns mit dem von Räumung bedrohten Institut für vergleichende Irrelevanz. Das Institut für vergleichende Irrelevanz (kurz IVI) wurde im Laufe der Studierendenproteste 2003 in Frankfurt am Main besetzt und ist seitdem ein Ort an dem sich Kunst- und Kulturschaffende, kritische Wissenschaftler*innen und politische Gruppen betätigen können. Diese verschiedenen Zugänge der an dem Projekt beteiligten Gruppen und Einzelpersonen ermöglichen einen regen Austausch und eine umfassende Beschäftigung mit gesellschaftskritischen Themen. Zudem ist das IVI ein Raum, in dem es möglich ist, unsere Vorstellungen eines anderen Zusammenlebens schon im Hier und Jetzt auszuprobieren und bei Bedarf weiter zu entwickeln.
Das IVI versucht zudem ein Platz zu sein, in dem sich jede*r ohne Angst frei bewegen kann und es egal ist, welches Geschlecht, welche Herkunft, welches Alter oder welche sexuelle Orientierung mensch hat.
Eine Räumung des IVI kommt für uns nicht in Frage!
In einer Gesellschaft die von mannigfaltigen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnissen durchzogen ist, braucht es Gegenentwürfe wie das IVI. Es braucht solche (wenn auch nur begrenzten) Freiräume, um dem Einzelnen die Möglichkeit zu geben, kritisch das Bestehende zu reflektieren und über Möglichkeiten der Veränderung nachzudenken.
Wir als Anarchistisches Netzwerk Südwest* rufen dazu auf, sich im Falle einer Räumung an den Protestaktionen zu beteiligen.
IVI bleibt!

In vielen Ländern der Welt wird der 1. Mai als „Tag der Arbeit“ begangen: Volksfeste, Fahrradtouren und hoher Alkoholkonsum bestimmen das Bild. Nur wenige nehmen an den ritualisierten Demonstrationen der etablierten Gewerkschaften teil. Kaum jemand kennt den kämpferischen Ursprung des 1. Mai als Kampftag der internationalen Arbeiter_innenbewegung. Ein Blick zurück in die Geschichte bringt längst vergessene Ziele und Träume von Arbeiter_innen ans Tageslicht, die weit über heutige Forderungen, wie z.B. Lohnerhöhungen, hinausgingen…
19. Jahrhundert: Die Situation der Arbeiter_innen in den USA
Obwohl der 8-Stunden-Tag in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schon Gesetz war, wurde er von den Arbeitgeber_innen ignoriert. Mindestens 12 Stunden täglicher Arbeit und Kinderarbeit trotz gleichzeitiger hoher Arbeitslosigkeit bei den Erwachsenen waren an der Tagesordnung. Arbeitnehmer_innenrechte gab es in der Realität nicht. Gewohnt wurde in völlig überfüllten Baracken und Mietskasernen, in denen übelste hygienische Bedingungen herrschten.
Forderungen und Aktionen
Durchgesetzt wurde die gesetzliche Anerkennung des 8-Stunden-Tages durch kämpferische Streiks, bei denen immer wieder Polizei, Armee und private Sicherheitskräfte gegen die Streikenden eingesetzt wurden. In Chicago waren bei dieser Bewegung auch anarchistische Gruppen stark engagiert. Deren Forderungen und Ziele schlossen die Überwindung des kapitalistischen Systems mit ein. Direkte Aktion und die „Propaganda der Tat“ waren ihre Kampfmittel. Sie vertrieben eigene Zeitungen und gründeten bewaffnete Arbeiter_innenorganisationen. Die Anarchist_innen waren eine treibende Kraft der Bewegung und in den Gewerkschaften verwurzelt. Im Frühjahr 1886 erreichte die Bewegung zur tatsächlichen Umsetzung des 8-Stunden-Tages ihren Höhepunkt. Die Arbeiter_innen setzten den 1. Mai als Stichtag für dessen Verwirklichung an.
Der 1.Mai 1886, Haymarket Riot und die Folgen
Am 1. Mai streikten allein in Chicago 40.000 Arbeiter_innen für den 8-Stunden-Tag. 80.000 Menschen gingen für diese Forderung auf die Straße. Vor der McCormick-Landmaschinenfabrik kam es am 3.Mai zu einer Auseinandersetzung zwischen Streikenden und Streikbrecher_innen. Bei dem anschließenden Polizeieinsatz wurden mehrere Arbeiter_innen getötet und unzählige verletzt.
Als Reaktion darauf riefen die Anarchist_innen für den folgenden Abend zu einer Protestkundgebung auf dem „Haymarket“ auf. Es versammelten sich über 2000 Menschen friedlich. Kurz vor der Auflösung der Kundgebung wurden die verbliebenen 300 DemonstrantInnen ohne erkennbaren Grund von 200 Polizisten angegriffen. Bei der folgenden Auseinandersetzung detonierte in den Reihen der Polizei eine Bombe.
Ein Polizist stirbt sofort, weitere sechs erliegen in den folgenden Wochen ihren Verletzungen. Unklar bleibt, ob sie durch die Bombe oder, wie verschiedene Quellen behaupten, durch ihre wild in die Menge schießenden Kollegen verletzt wurden.
Wir verweisen an dieser Stelle auf folgende Arte-Dokumentation “I love democracy - Griechenland”:
Der Alltag in Griechenland sieht zurzeit so aus: Wut und Angst, um die Hälfte gekürzte Gehälter, leere Restaurants, stillgelegte Baustellen, jede Woche neue Steuern, die Flucht ganzer Familien aus den Städten, Pfandsiegel an geschlossenen Geschäften, Generalstreiks, die das Land lähmen.
Griechenland fühlt sich angesichts immer weiterer Einsparungsaufforderungen der Troika mehr denn je von Europa gedemütigt. Der Film zeichnet anhand persönlicher Schicksale das Porträt eines Volks am Rande des Nervenzusammenbruchs. Wie eine Art Fahrtenbuch beginnt die Reise auf der vom Wind gezeichneten Insel Limnos. Fast abgeschnitten von der Außenwelt fühlen sich die Bewohner so verlassen wie nie zuvor und stehen dabei symbolisch für den Rest des Landes, der sich von Europa verraten fühlt. Hier stellt sich die Frage nach der Krise der Demokratie. Seit nun fast zwei Jahren sind die Griechen Bewohner eines Landes, dessen Wohlstand nichts anderes als ein Wunschtraum war.
Durch die Pleite wurde Griechenland sehr unsanft wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt. Aber wie lebt es sich in einem finanziell ruinierten Land? Wie kann man am Vorabend einer alles entscheidenden Wahl noch Vertrauen in eine politische Kaste setzen, die ein ganzes Land in den Abgrund gestürzt hat? Und wie ist es überhaupt so weit gekommen? Wer trägt die Schuld? Wahr ist: Die Griechen leben schon seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse, nicht zuletzt dank großzügiger Zuwendungen aus Brüssel. Wahr ist auch: Alle haben Profit daraus geschlagen. Schließlich mussten seit Jahren weder die wohlhabenden griechischen Reeder noch die weitaus wohlhabendere orthodoxe Kirche auch nur einen Cent Steuern zahlen. Der Film erzählt von der Sorglosigkeit des Staates und der Politiker, aber auch von der Verantwortung Europas. Schon als Griechenland in die Europäische Union aufgenommen wurde, wussten die Politiker genau, dass das Land weder über Industrie noch über ausreichende Ressourcen verfügt.
Der erste Teil des Films zeigt eine Bestandsaufnahme dieser Katastrophe. Im zweiten Teil führt Daniel Leconte Gespräche mit Politikern, Wirtschaftswissenschaftlern und Intellektuellen über die Zukunft des Landes. Wird Griechenland aus der Eurozone ausscheiden? Welche Rolle spielt Deutschland? Der Film geht insbesondere den angespannten Beziehungen zwischen Griechenland und Deutschland auf den Grund, deren historisches Konfliktpotenzial gegenwärtig wieder an die Oberfläche tritt. Kurz gefasst: Mittels einer Analyse der chaotischen Zustände in Griechenland wird die Frage nach der Zukunft Europas gestellt.
(Frankreich, 2012, 90mn), ARTE F
Erstausstrahlungstermin war am 17. Apr 2012 ein weiterer Ausstrahlungstermin ist am 9. Mai 2012, 03:00
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Obwohl offensichtlich ist „Die Krise heißt Kapitalismus“, hat es die
Linke in der BRD bisher nicht geschafft aus den vielen theoretischen Debatten über die Ursachen der Krise hinauszukommen.
Der Kampf um eine neue Gesellschaft ist nicht schon morgen zu gewinnen, aber wir sollten endlich anfangen den Kampf um Befreiung und Emanzipation sowie die Entwicklung von kollektivem Widerstand auch im „Herzen der Bestie“ aufzunehmen. Wer, mit wem, wo und wie das gelingen könnte, ist deshalb Thema unserer Veranstaltung zum 1.Mai. Wir haben VertreterInnen linker politischer Strömungen, die in den aktuellen Krisenprotesten aktiv sind eingeladen und erhoffen uns eine interessante und spannende Diskussion.
Mit diskutieren werden Vertreterinnen folgender Strömungen
- FAU
- Gewerkschaftslinke
- Interventionistische Linke
- …Ums Ganze
Danach: Kuturelles Program
Samstag, 28.04. – 19 Uhr – Anne-Frank-Haus