Die Kampangne “Es ist keine Krise, es ist das System” geht weiter!
Während in Griechenland, Spanien und Portugal der soziale Kahlschlag die Schuldenkrise lösen soll, wetten Rating-Agenturen schon auf den Bankrott weiterer Staaten. Hieß es noch vor drei Jahren, der Neoliberalismus sei gescheitert, treibt er heute seine wildesten Blüten in den von der Krise befallenen Ländern.
Demokratische Wahlen werden zur Farce und die Reste von direkter Demokratie werden entweder entsorgt oder so manipuliert, dass sie keinen Einfluss mehr auf die Politik haben. Hinter dem Diktat von EU, Europäischer Zentralbank, dem IWF
und der Finanzindustrie steht das Interesse, die kapitalistische Eigentums- und Gesellschaftsordnung aufrechtzuerhalten, wenn es sein muss auch mit steigender Repression nach Innen und verheerenden Kriegseinsätzen nach Aussen. Der Krieg und die Krise – sie sind aus demselben Stoff gemacht.
Krisen treten uns in verschiedenen Formen entgegen: als Klimakrise, Überakkumulationskrise, Kulturkrise oder Währungskrise. In zwei Inputs wollen wir uns aus herrschaftskritischer Perspektive der Frage nähern, wie es zur sogenannten Schuldenund Eurokrise kam, wie die Regierungen und das Kapital versuchen, die Probleme in den Griff zu kriegen, wer dafür zahlen muss und wie der Widerstand dagegen organisiert werden kann.
Wir wollen auch der Frage nach dem Charakter der Krise nachgehen, ob sie eine zyklisch wiederkehrende Erscheinung ist oder ob sie permanent stattfindet, welche verschiedenen Formen sie annimmt und welche Gesellschaftsbereiche betroffen sind. Nach der Demonstration “Es ist keine Krise – es ist das System” wollen wir die ersten Monate des neuen Jahres dazu nutzen, um in verschiedenen Städten im Südwesten der BRD diese Fragen gemeinsam mit Aktivist_innen und Interessierten zu diskutieren. Dabei wollen wir nicht nur unsere Stimmen zu Wort kommen lassen, sondern auch mit Freundinnen und Freunden aus Griechenland Erfahrungen aus- tauschen und unsere Verbindungen stärken.
Anarchistisches Netzwerk Südwest* im Januar 2012
Hellas 21, Sysifus und die Sieben Krisen
Analyse und Diskussion über “Krisen” ((LB)2)
Fr. 27. Januar, 19.30 Uhr, Viktoriastr. 12 (Hinterhaus), Karlsruhe
Krisen jeglicher Art scheinen inzwischen zum Normalzustand zu gehören,
sei es als Wirtschafts-, Klima-oder Währungskrise. Doch wo liegen die
Ursachen dafür, dass sich die Institutionen in Staaten wir Griechenland
Tag für Tag mehr in Luft auflösen und die Menschen dort vieles
verlieren, was einstmals sicher schien? Welchen Charakter hat die
kapitalistische Krise? Tritt sie zyklisch auf oder findet sie permanent
statt? Diesen Fragen werden die beiden Referenten in zwei Inputs
nachgehen, um anschliessend mit den interessierten Menschen vor Ort
darüber zu diskutieren.
Schocktherapie! - Zur Lage in Griechenland (Ralf Dreis)
Fr. 03. Februar, 19.30 Uhr, Viktoriastr. 12 (Hinterhaus), Karlsruhe
Die griechische Gesellschaft leidet zunehmend unter den Auswirkungen der,
von der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF aufgezwungenen,
Sparmaßnahmen. Gleichzeitig lösen sich die staatlichen Institutionen auf,
die verabschiedeten Gesetze können kaum umgesetzt werden. Wie sieht es zur
Zeit mit dem Widerstand gegen die Kahlschlagspolitik aus? Welche Rolle
spielen Landbesetzungen, Kollektivbetriebe und die anarchistische
Bewegung? Und welche Bedrohung geht von rassistischen und faschistischen
Organisationen aus? Ralf Dreis, freier Journalist und
Griechisch-Übersetzer, berichtet an diesem Abend über die momentane Lage
in Griechenland. Er war fünf Jahre lang in der anarchistischen Bewegung
Thessalonikis aktiv und pendelt seit 2001 zwischen Griechenland und
Deutschland.
Anm.: Dies ist eine Veranstaltungsreihe des (A)-Netzwerks Süd-West* und findet in mehreren Städten BaWü`s, in Saarbrücken und Mainz statt. Mehr Infos zur Kampangne “Es ist Keine Krise, es ist das System” und die Termine in den anderen Städten findet ihr auf http://esistdassystem.blogsport.de/ oder/ und http://a-netz.org/



2.So./Monat, 18.00 Uhr,
Querfunk 104,8 MHz o. www.querfunk.de.
(Wh: 2.Mo./M.: 6 u 12Uhr und 4./5.Mi./M. 5.30 Uhr)





