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Wir gründeten die Libertäre Gruppe Karlsruhe mit dem Ziel, anarchistisch denkende Menschen zu vernetzen. Das Potential an libertär gesinnten Menschen in Karlsruhe und Umgebung ist nicht zu verachten, nur an organisierten Strukturen mangelte es seit längerem. Dieses Potential zu nutzen, sich zu organisieren und den Anarchismus als wichtigen politischen Bestandteil in die Öffentlichkeit zu tragen haben wir uns zur Aufgabe gemacht. [mehr]

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8 July 2011

Pressemitteilung des „Recht auf Stadt“-Netzwerks Freiburg 08.07.2011

Vom 13. bis zum 17. Juli finden in Freiburg die vom „Recht auf Stadt“- Netzwerk und der Frei-raumkampagne „PLÄTZE.HÄUSER.ALLES“ gemeinsam organisierten ersten Freiburger „Recht auf Stadt!“-Tage unter dem Motto „Stadt selber machen!“ statt.
Die Anlässe sind vielfältig: Ständig steigende Mieten, die Verdrängung von MieterInnen aus ih-ren Wohnungen wie beispielsweise jüngst in der Freiburger Johann-Sebastian-Bachstraße oder im Quartier westlich der Merzhauser Straße und auch die angedrohte Räumung des Wagen-platzkollektivs Kommando Rhino. Die Aktionstage richten sich gegen die Ursachen dieser Zu-stände: Verdrängung und Gentrifizierung sind keine Naturgesetze, und was in Berlin und Ham-burg derzeit heiß diskutiert wird, findet auch in Freiburg mit den selben Auswirkungen auf alle Betroffenen statt. Mit den „Recht auf Stadt!“-Tagen sollen diese Prozesse, ihre Konsequenzen und inneren Widersprüche sichtbar gemacht und mögliche Alternativen ausgelotet werden ge-gen eine Wohnraum- und Stadtpolitik, die nicht der selbstbestimmten menschlichen Nutzung, sondern der Verwertung und Maximierung von Profit dient.
Die vielfältigen Veranstaltungen während der Aktionstage verteilen sich über die Stadt und in von Gentrifizierung betroffene Stadtteile. Von Workshops, Vorträgen und Diskussionsveranstal-tungen über die Beteiligung am Freiburger Mitsommernachtstisch hinzu Demonstrationen und diversen Aktionen bietet das bunte Programm viele Möglichkeiten und Chancen, Stadt endlich selber zu machen. Das bisherige Programm finden Sie im Anschluss an diese Pressemitteilung.
Wie eine effiziente neoliberale Stadtpolitik funktioniert, lässt sich ich Freiburg derzeit par excellence beobachten: Die Politik des Freiburger Gemeinderates folgt der Maxime, die Stadt als wirtschaftliches Unternehmen zu führen und sie damit allein der finanziellen Verwertbarkeit gemäß zu verwalten. Folglich scheint die Stadt kein Interesse an einer guten sozialen Infrastruk-tur und dem Motto „Stadt für Alle“ zu haben, stattdessen wird versucht, sich über eine „Green City“-Imagepolitik im Standortwettbewerb zu profilieren: Das ist dann auch das Kriterium bei der Nutzung öffentlicher Räume, wenn sie nicht schon finanzkräftigen Investoren überlassen sind.
Dass dieser Trend sich gerade in Krisenzeiten noch verschärft, liegt an den grundsätzlichen ge-sellschaftlichen Rahmenbedingungen: Dem Kapitalismus wohnt eben die Logik inne, alles mate-riell und gesellschaftlich Verfügbare als Ware zu formen, um diese auf dem Markt möglichst ge-winnbringend in Wert zu setzen und zu tauschen. Diese Logik findet sich überall in der Gesell-schaft wieder, ob in der Verwertbarkeit von Bildung, dem zwischenmenschlichen Konkurrenz-prinzip oder eben in der neoliberalen Stadtpolitik. Um den reibungsfreien Ablauf des Waren-tauschs zu gewährleisten, sollen zugleich alle potentiellen Störfaktoren beseitigt werden: Woh-nungslose in der Innenstadt, Wagenburgen mit kritisch denkenden BewohnerInnen und Alle, die mit dieser Politik nicht einverstanden sind.
Dabei ist weder die aktuelle städtische Politik noch der Kapitalismus alternativlos. Die „Stadt selber machen!”- Tage sollen den Widerspruch zwischen den derzeitigen Verhältnissen und ei-ner möglichen Stadt für Alle aufzeigen und hier und da auch direkt Alternativen ausloten.
„Recht auf Stadt“ ist ein Netzwerk aus Freiburger Initiativen und Einzelpersonen, die sich für be-zahlbaren Wohnraum, städtische Freiräume, die Erhaltung von öffentlichen Grünflächen und eine wirklich demokratische Stadt einsetzen; für das Recht auf Stadt für alle BewohnerInnen – gegen Gentrifizierung und neoliberale Stadtentwicklung.

Pressekontakt:
„Recht auf Stadt“-Netzwerk Freiburg: info@rechtaufstadt-freiburg.de
Freiraumkampagne PLÄTZE.HÄUSER.ALLES: mobi_pha@riseup.net
Telefon: 0152 / 51756224

Internet-Ressourcen:
http://rechaufstadt-freiburg.de
http://annefreiburg.blogsport.de

Aufruf der Freiraumkampagne PLÄTZE.HÄUSER.ALLES

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Themed by Hunson. Originally by Josh